SPÖ Weikendorf

Renner und Bürgermeister bei BM Leichtfried

Das Projekt S8 ist für die Region und den Bezirk Gänserndorf eines der wichtigsten aktuellen Verkehrsprojekte. Nördlich der Donau gibt es derzeit keine hochrangigen Straßenverbindungen Richtung Osten. Die S8 Marchfeld dient der infrastrukturellen Erschließung der Region und ist für die Standortsicherung des Marchfelds von großer Bedeutung. Aus diesem Grund sprach eine Delegation von BürgermeisterInnen zu Beginn dieser Woche im Infrastrukturministerium bei Verkehrsminister Jörg Leichtfried zur S8 und anderen Themenbereichen vor.

„Nach der Errichtung würden rund 18.000 Anrainer vom Durchzugsverkehr und dem zunehmenden LKW-Verkehr entlastet. Weniger Verkehr bedeutet vor allem auch weniger Lärm- und Luftschadstoffemissionen in der Region. Für die Anrainer im Marchfeld bringt das eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebensqualität. Nicht zu vergessen die tausenden Pendlerinnen und Pendler, die tagein und tagaus Stunden ihres Lebens im Stau verbringen müssen. Sie brauchen leistungsfähigere Straßen. Auch überregional betrachtet profitiert die Wirtschaft von der neuen Schnellstraße, da mit ihr die Ballungsräume Wien und Bratislava noch enger angebunden werden“, so Niederösterreichs Landesvize LHStv. Mag. Karin Renner.

„Die Expertinnen und Experten in unserem Haus führen gerade die Umweltverträglichkeitsprüfung durch. Das Ergebnis müssen wir abwarten. Ich kann versichern, dass seitens des Ministeriums alles getan wird, um das Verfahren ordentlich und so rasch wie möglich abzuwickeln“, so Verkehrsminister Leichtfried.

Ohne S8 würden im Jahr 2025 zum Beispiel durch Deutsch-Wagram täglich rund 20.000 Kraftfahrzeuge auf der B8 fahren. Nach Fertigstellung der Schnellstraße wird sich das Verkehrsaufkommen in Deutsch-Wagram auf rund 6.000 Fahrzeuge pro Tag reduzieren. Ähnliches gilt auch für Raasdorf: statt 20.000 Fahrten werden mit S8 nur mehr rund 9.000 Fahrzeuge pro Tag durch Raasdorf fahren. Das entspricht einer Reduktion auf weniger als die Hälfte.

Der Abschnitt West der geplanten S8 ist 14,4 Kilometer lang, die Gesamtkosten sind mit 310 Millionen Euro veranschlagt. Geplanter Baubeginn ist 2017, die Verkehrsfreigabe ist für 2019/20 vorgesehen.


Im Bild: BM Jörg Leichtfried mit LHStv. Mag. Karin Renner, Bgm. Thomas Nentwich aus Leopoldsdorf/M., NR Rudolf Plessl, Vzbgm. DI Walter Vock (Strasshof), Vzbgm. Monika Obereigner-Sivec (Groß-Enzersdorf), Bgm. Josef Kohl (Drösing) und Bgm. Franz Mathä (Markgrafneusiedl)